Einführungswoche TZ 10 - Themenzentriert die Weiterbildung begonnen

23 Studierende haben am 4. September ihre Weiterbildung zum staatlich anerkannten Heilpädagogen begonnen.

Damit die kommenden 4 Jahre Spass machen und die Studierenden sich wohlfühlen, wird seit 15 Jahren der Start ganz im Sinne der Themenzentierten Interaktion (TZI) gestaltet.

„Vom Ich, zum Wir zum Thema" bedeutet soziales Lernen und persönliche Weiterentwicklung. En Passant werden dabei Theorien erfahrbar und erlebbar. Dazu gehört auch das Spiel als Gruppenmethode.

Spielen verbindet

Seit vielen Jahren schon ist die Spielpädagogik fester Bestandteil der Einführungswoche zur Weiterbildung an der Fachakademie für Heilpädagogik in Regensburg.  Es steht in der ersten Woche die Begegnung als Mensch im Mittelpunkt.  Gemeinsames Spielen ist hierfür sehr gut geeignet, denn spielen verbindet, und lässt rasch ein Gemeinschaftsgefühl erleben.

So geht es an einem Tag der Einführungswoche um das Sich kennenlernen als Homo ludens (lat.: der spielende Mensch. Frau Sabine Steindl, die Dozenten, führt hierzu die Gruppe durch eine Spielreise, wählte dazu einfache  Gruppenspiele, New Games, Kooperations- und Kommunikationsspiele, alte und neu entdeckte Spiele und Spiele aus dem Erfahrungsschatz der Spieler.

„Angesteckt vom Spielevirus", marschierten also am zweiten Tag der Einführungswoche 23  angehende Heilpädagogen und Heilpädagoginnen  schon früh morgens zum nahe gelegenen Dörnbergpark.  „Zu Beginn braucht es Spiele,  welche die Spielehemmungen verringern", betont Frau Steindl, „dann erst kann Spiel-Spaß entstehen", z.B. ein bewegtes Knobelspiel, bei dem ein harmonisches Miteinander erlebbar wird.  Die Teilnehmer konnten als Hai, Huhn oder Vogel gemeinsame Erfolge erleben, und statt Konkurrenz gemeinsam Spiel- und Teamgeist entwickeln. So gab es Hofdamen, die gefangen und gerettet wurden, Albern sein war explizit erwünscht! Das ließ am Ende des Tages die Lachmuskulatur sehr deutlich spüren.

Dann gab es Spiele, bei denen es darum ging, genau hinzuschauen, hinzuhören, zu lauschen und zu beobachten, dabei konnten Besonderheiten und Vorlieben herausgefunden, und so manche Gemeinsamkeiten entdeckt werden.  Die Teilnehmer erlebten, wie einfach es sein kann, sich über 20 Namen zu merken, wenn sie mit Hobbys verbunden werden. Und wie wohlig es sich anfühlt, Spiele zu spielen, die Erinnerungen an die eigene Kindheit wachrufen.  Eine besondere Erfahrung waren die Blind-Spiele, bei denen Sich-Verlassen-Können erlebt werden konnte.  Für alle war es ein gelungener Tag. Hier einige Stimmen aus dem Kurs:  

  „Wir hatten so viel Spaß heute, und ich freue mich darauf, die nächsten vier Jahre noch ganz viel Spaß mit Euch zu haben."

 „Ich fühle mich schon so vertraut mit Euch allen, es fühlt sich an, als würde ich Euch schon viel länger kennen."

  „Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so viele Stunden herzhaft lachte wie heute!"

 „Ein Tag zum Wohlfühlen! Und wenns mal ein Tief gibt, dann spielen wir einfach wieder."

Auch die Rückmeldungen ehemaliger Studierender bestätigen es: der spielerische Einstieg hilft, rasch in der und als Gruppe anzukommen, aneinander anzuknüpfen, Beziehungen zu gestalten.  Im Spiel fällt es leichter, seinen Platz zu finden und sich der Gruppe zugehörig zu fühlen, eine gute Basis, um sich in der Gemeinschaft wohl, vertraut und sicher zu fühlen. So können sich die Studierenden des neuen Teilzeitkurses als Gemeinschaft gestärkt gemeinsam nun auf den Weg ihrer vierjährigen Weiterbildung begeben und haben einen weiteren Baustein für ein positives Lernklima.

Text: Sabine Steindl