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Heilpädagogische Kunsttherapie

Die verschiedenen Formen und Ansätze der Kunsttherapie haben ihren etablierten Platz in klinischen, (heil-)pädagogischen und sozialen Arbeitsfeldern. Bei den Heil- und Sonderpädagogen ist die Kunsttherapie seit den 1990er Jahren fest in der Ausbildung verankert. Kunsttherapie mit Blick auf behinderte Menschen ist in erster Linie basal-ästhetischer, ganzheitlich-sinnesfördernder und entwicklungskompensierender Natur, um das Selbsterleben und die Erfahrungsformen von Menschen mit Behinderungen neu auszubilden.

Die Kunsttherapeutin Ariane Ramershoven vermittelt diese Methode mit viel Kompetenz und Herzblut an der Fachakademie für Heilpädagogik in Regensburg. Anbei zeigen wir Ihnen einen kleinen Einblick:

Was sind die Qualitäten von Ton? Welche Rolle spielt er in der Kulturgeschichte des Menschen?

Wie setzt die Kunsttherapie das Material ein?

Diese und weitere Fragen begleiten unser Seminar ‚Arbeiten mit Ton‘ im Fach ‚Kunsttherapie in der Heilpädagogik‘ in Theorie und Praxis. Wir untersuchen den Ton als Zeichenträger, indem wir zuerst eine Stimmung in das Material eindrücken (bottom-up-Prozess) bis hin zur Gestaltung eines menschlichen Kopfes (top- down-Prozess). Wir beobachten die ‚Arbeit am Tonfeld', eine kunsttherapeutische Methode, die in der Heilpädagogik zur Entwicklungsbegleitung von Kindern und Jugendlichen eingesetzt wird. Arbeiten mit Ton ist haptisches Begreifen der Welt.

Text: P. Werner und Ariane Ramershoven

Fotos: A. Ramershoven