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Die Wiege der deutschsprachigen Heilpädagogik in der Schweiz

Studienfahrt in die Schweiz

Im Oktober besuchten 16 Studierende der Fachakademie für Heilpädagogik Regensburg in ihrem zweiten Studienjahr die Schweiz. Dieses Lang gilt als die Wiege der geisteswissenschaftlichen Heilpädagogik im gesamten deutschsprachigen Raum.

Bereits ein halbes Jahr vorher begannen die Vorbereitungen. Im Rahmen eines Projektmanagements setzten die Studierenden Meilensteine, eruierten geeignete Stellen in der Schweiz und organisierten die Praxisbesuche. Das erforderte viel Teamarbeit, Kooperation, Kommunikation, Zuverlässigkeit und Vertrauen.  Das sind natürlich sehr gefragte Sekundärqualifikationen der angehenden Heilpädagoginnen und Heilpädagogen. Mit exakten Planungen, durchdachten Aufgabenverteilungen und einem Notfallplan ging es am 21. Oktober morgens los Richtung Zürich. Gleich für den ersten Tag hatten wir die Zusage der Stiftung Wagerenhof, deren Konzept und Arbeitsweise kennenzulernen.  Weiter auf dem Programm stand die Stiftung Bühl und die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik in Zürich mit Prof. Eckert. „Welche neuen Ansätze in der Förderung und Teilhabebegleitung können wir mitnehmen? Welche Einrichtungskonzepte sind für uns spannend? Wie haben sich die Einrichtungen entwickelt (Change Management), um den aktuellen Erfordernissen gerecht zu werden?" Das waren nur einige der Fragen, auf die die Studierenden Antworten suchten.

„Schön fanden wir auch, bekannte Theorien aus Deutschland umgesetzt zu sehen. So haben einige Einrichtungen das Konzept der Lebensqualität nach Prof. Monika Seifert fest in den Leitlinien verankert," meinte eine Studierende. „Das Werkstattkonzept hat mich sehr zum Nachdenken gebracht", äußerte eine weitere Studierende. „Mit der Entscheidung, weg von der Ergebnisorientierung der Werkstätten hin zu Ateliers ohne Druck auf die Verwertbarkeit zu wechseln, brachte sowohl für die Fachkräfte, als auch für die Mitarbeitenden eine enorme Reduktion von schwierigen Verhaltensweisen, „ resümierte eine weitere Studierende.

Somit waren auch die Abende in der Selbstversorger-Jugendherberge mit Gesprächen und Reflexionen gut gefüllt. Dass damit auch  das Zwischenmenschliche und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt wurden, sei ein schöner und nicht erzwingbarer Nebeneffekt.

Text: Petra Werner

Fotos: P. Werner und Studierende