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Heilpädagogische Spielbehandlung/Spieltherapie
wird an der Fachakademie als allgemeine Übung unterrichtet.

Teil 1: Beziehungsgestaltung
(s. a. Gesprächsführung)
Beziehungsgestaltung ist ein zentraler Baustein der
Heilpädagogik und die Basis jeglichen heilpädagogischen Handelns.
Sie basiert auf dem humanistischen Menschenbild und dem personenzentrierten
Ansatz von Carl R. Rogers. Da die beiden Fächer Gesprächsführung
und Spielbehandlung ebenfalls im personenzentrierten Konzept theoretisch
fundiert sind, haben wir uns entschlossen, die gemeinsamen Inhalte beider
Veranstaltungen, nämlich die Grundlagen der Beziehungsgestaltung
auch gemeinsam im Block zu unterrichten. Später dann nach ca. 20
- 30 Unterrichtseinheiten werden zwei Gruppen gebildet, in denen parallel
die eher erwachsenenspezifischen (Gesprächsführung) und die
eher kindspezifischen (Spielbehandlung) Vorgehensweisen erarbeitet und
in Übungsgesprächen und Rollenspielen erprobt werden.
Folgende Themen werden in diesem Abschnitt behandelt:
- Defininition von heilender vs. Alltagsbeziehung
- Das Spezifische der heilpädagogischen Beziehung, Modell
der Flosdorf-Pyramide.
- Persönliches Menschenbild der Studierenden
- Humanistisches Menschenbild - Persönlichkeitsmodell nach
Rogers
- Beziehungsaufbau
- Regulierung von Nähe und Distanz
- Äußerlichkeiten wie Sitzpositionen und Raumgestaltung
- Personzentrierte Grundhaltungen: Empathie - Echtheit -
Akzeptanz
- Gestaltung des Erstkontaktes

Teil 2: Heilpädagogische Spielbehandlung
Im Anschluss an den gemeinsamen Unterricht (Gesprächsführung
und Spielbehandlung) wird die Heilpädagogische Beziehungsgestaltung
im Rahmen der Spielbehandlung vertieft und Strategien der Spielbehandlung
vermittelt.
Themenübersicht:
- Einführung in Spielbehandlung
- Geschichte der Spieltherapie
- Theorie
Indikation
-
Ziele und Auswirkungen auf ein Kind
-
Verstehen eines Kindes
- Verstehen von Emotionen, Kognitionen, Wahrnehmungen, Handlungen
- Bejahendes Ansprechen
- Mitschwingen
-
Mitspielen
-
Echtheit
- Vorgehensweise bei Grenzsetzung
- Selbstwahrnehmung - Selbstoffenbarung
-
Interaktionsresonanz
-
Einem Kind Raum geben
- Als Heilpädagoge/in sich einlassen auf ein Kind mit
seinen Ideen und seinen Selbstheilungskräften
Geduld und Zuversicht
-
Begleitung unterschiedlicher Spielformen
-
Umgang mit schwierigen Situationen
-
Elternarbeit
- Erklärung und kindorientierte Begründung von
Spielbehandlung
- Verschwiegenheit
- Begleitende Elternarbeit
Spielbehandlung wird ganzheitlich gelernt:
- Theoretische Anteile werden vorgetragen oder in Anschluss
an eine Übung als Resümee gemeinsam erarbeitet.
- Sich in Rollenspielen in ein Kind reinzuversetzen erweitert
das Verständnis für Kinder.
- In Rollenspielen wird neues Verhalten erprobt und eingeübt.
- Übungen zu Selbsterfahrung

Leistungsnachweis:
- 3 Spielstunde werden mit Video aufgezeichnet
- Stundenprotokolle
- 10-Minutenausschnitt wird transskribiert und reflektiert

Ziele für die Studierenden
Die Studierenden sollen befähigt werden auf der
Basis einer heilenden Beziehung:
- Ein Kind in seinen Handlungen und Spielen zu verstehen
- Was empfindet, denkt will das Kind?
- Wie löst es selbst seine Probleme?
- Wie "heilt" es sich selbst?
- Welche Ressourcen hat es?
Verbal die Wahrnehmungen, Gefühle, Kognitionen
und das Verhalten des Kindes bejahend ansprechen und begleiten.
- Mit Geduld und Zuversicht dem Kind Raum geben für dessen
Entwicklung:
- Sich auf das Kind, seine Ideen und Vorschläge einlassen.
- Gefühlsmäßig mitschwingen und den Prozess
vertiefen
-
Mitspielen
-
Struktur geben
- Grenzen so zu setzen, dass die Entwicklung des Kindes
optimal gefördert wird
- Durch Situationsgestaltung positive Erfahrungen ermöglichen
- Wahrnehmen der eigenen Gefühle und Impulse. Und
adäquate Mitteilung und

Literatur:
Weinberger, Sabine (2001): Kindern spielend helfen.
Weinheim: Beltz.
Dozent:
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Eduard Kumberger
Dipl.-Psych., Dipl.-Päd.
seit 1983 an der Fachakademie tätig.
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