Studienfahrt nach Amsterdam 09.10.2017 – 13.10.2017

An einem Vormittag besuchten wir „De Regenboog Groep".

Hierbei handelt es sich um eine Einrichtung, welche durchgehend einen geschützten Rahmen für obdachlose Menschen ohne niederländische Staatsbürgerschaft mit Suchterkrankung bietet.

 

Es besteht die Möglichkeit zu Duschen, Kleidung zu waschen, bzw. günstige neue Kleidung zu erwerben, zu schlafen, soziale Kontakte zu knüpfen, sowie Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Innerhalb eines vorgesehenen Raumes („drug consumption room") können die Klienten ihre mitgebrachten Substanzen konsumieren. Der geschützte Rahmen des „consumption rooms" zeichnet sich durch eine stressfreie, hygienische und sichere Atmosphäre aus. Anhand der Ausführungen der Mitarbeiter wurde deutlich, dass der soziale Kontakt der Klienten untereinander und zu den Sozialarbeitern ein bedeutendes Element ist. Durch diese Integration in ein soziales Netzwerk, kann beobachtet werden, dass sich die Menge der konsumierten Substanzen verringert.

Die Vorbehalte anderer europäischer Staaten gegen „drug consumption rooms" konnten von den Mitarbeitern „de Regenboog Groep" nicht bestätigt werden. Die Erfahrungen der Beschäftigten zeugen vom Gegenteil.

Der Mitarbeiterstamm setzt sich überwiegend aus Sozialarbeitern zusammen.

 

Wie barrierefrei ist Amsterdam?

In den letzten Tagen haben wir darauf geachtet wie barrierefrei die Innenstadt von Amsterdam wirklich ist. Unser subjektiver Eindruck von diesen Beobachtungen ist:

Einkaufmöglichkeiten:

  • Rampen an einigen Einkaufsläden, Shoppingmal, Boutiquen, Souvenirläden.
  • Innerhalb mancher Läden > Rollstuhllift oder andere Beförderungsmöglichkeiten.

Verkehr und Gehwege:

  • Gehwege schmal, selten abgesetzter Bordstein oder Rampe.
  • Viel Verkehr.
  • Ampel mit Klicksignal.
  • Kopfsteinpflaster, unebene Bürgersteige.
  • Rollstuhlübergänge bei Bordsteinen an wenigen Stellen gesondert gekennzeichnet.
  • Tram – Rollstuhlzeichen.

Sightseeing:

  • Museum Van Gogh: lange Wartezeiten bezüglich Aufzügen.
  • Museum Micropia: Ausstellung gut mit Rollstuhl zu erreichen, für Blinde ist die Ausstellung nicht geeignet. WC- nur über Treppen erreichbar.
  • Museum Banksy: Kein Lift, keine Rampen, zu viele Treppen.
  • Schmale Eingänge, extra Zeichen für Rollstuhleingänge.
  • Citiyboatcruiser: Ein Bootanbieter für Rollstuhlfahrer geeignet.

Nach unserer Begegnung mit verschiedenen Menschen in Amsterdam, erwuchs in uns der Eindruck einer sehr offenen und hilfsbereiten Gesellschaft.