« Zurück

Fachseminar zur Scheiblauer-Rhythmik mit Prof. Renate Kühnel

Viele kennen die Gründungsväter der Heilpädagogik. Dass aber auch bedeutende Frauen die Anfänge der Heilpädagogik in Europa gestaltet haben, gerät manchmal in Vergessenheit.

Frau Prof. Kühnel von der OTH machte diese Wurzeln für die Studierenden der Fachakademie für Heilpädagogik erlebbar und erfahrbar. Mit viel Bewegung und Elementen der Rhythmik zeigte sie die historische Entwicklungslinie auf, angefangen von Emil Jaques-Dalcroze mit ursprünglicher Zielsetzung bis hin zu Mimi Scheiblauer.

Sehr mühelos wurde dabei Fachtheorie mit Übung verbunden mit folgenden Schwerpunkten:

Rhythmik und ihre interdisziplinäre Vernetzung, Anlagen des Menschen und daraus resultierender Anspruch an die Ganzheitlichkeit der Pädagogik, Analogien der Kunstrichtungen und ihre Nutzbarmachung im künstlerisch-pädagogischen Ansatz, Vielfalt der heutigen Zielsetzungen der Rhythmik und deren Nähe zur Psychomotorik, Sensorische Integration als zentrale Idee, Wechselseitige Bedingtheit der Aspekte Zielgruppe, Ziel, Methode und Inhalt; Die Übungsgruppen von Mimi Scheiblauer und ihre heutige Relevanz, Bedeutung von Scheiblauer-Material im heilpädagogischen Kontext, „Ordnung und Struktur" als übergeordnetes Prinzip, „Polaritäten" und ihre erzieherische Bedeutung.

 

 „Für mich  wurden die Zusammenhänge zwischen „Bewegung und Kontakt", „Selbsttätigkeit und Selbstwert", „Wiederholung und Variation", „Spiel und Experiment", „Vom Erleben zum Erkennen und Benennen" besonders deutlich",  resümiert eine Studierende. „und natürlich auch die Haltung des Anleitenden". 

Herzlichen Dank an Frau Prof. Kühnel!

Text & Bilder: Petra Werner